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Termine in Elbenrod

  14.01.15: Seniorennachmittag

  23.01.15: SVE-Kickerturnier

  28.01.15: Seniorinnen: Vortrag Dr. Böhm

  29.01.15: MGV-Werbeabend

  11.02.15: Seniorinnen-Fasching


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Über Elbenrod

Der Alsfelder Stadtteil Elbenrod ist in eine idyllische Landschaft eingebettet und hat bis heute seinen dörflichen Charakter weitestgehend erhalten können. Das Dorf liegt etwa sechs Kilometer von der Stadt Alsfeld entfernt und erstreckt sich auf beiden Seiten entlang des Baches Berf. Elbenrod war bis in die sechziger Jahre ein typisches Bauerndorf. Mit dem allgemeinen Strukturwandel der Landwirtschaft veränderte sich auch die Situation in Elbenrod grundlegend. Die waldreiche Umgebung der 'Steinfirst' und der 'Dick' laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Daneben sind die Kirche aus dem 12. Jahrhundert, Grenzsteine aus dem 15. Jahrhundert und die gut erhaltenen Hofreiten im Ortskern sehenswert. (Aus Internetdarstellung Vulkan Vogelsberg)

Alter und Ortslage

Elbenrod wurde erstmalig im Jahre 1238 urkundlich erwähnt und gehört somit zu den Dörfern die älter als 750 Jahre sind. Das ehemals selbständige Dorf Elbenrod wurde in 1972 im Zuge der Hessischen Gebietsreform ein Stadtteil von Alsfeld.
Wenn man als Wanderer von Alsfeld kommt und in nordöstlicher Richtung, durch Eudorf geht, erreicht man Elbenrod nach ca. einer Stunde. Von der flachen Schwalmaue aus geht es bald stetig bergauf. Bereits nach ca. 5 Kilometer erreicht man eine Waldspitze die im Dorfmund die „Dännerchen“ genannt wird. Diese gehört zur waldreichen Steinfirst. Nach weiteren 800 Metern öffnet sich dann ein wunderbarer Ausblick auf den sagenumwogenen Bechtelsberg (Hess. Blocksberg), auf die sonnenverwöhnte Dick mit dem Pfaffenberg. Linker Hand sieht man die Höfe Krausenberg und Afterode sowie in der Ferne das Knüllgebirge. Unten im Tal aber liegt das beschauliche Elbenrod , durchzogen von dem windungsreichen Flüsschen Berf. Aus der Mitte des Ortes ragt der Glockenturm der in 1313 erstmalig erwähnten kleinen, im Inneren schmucken Dorfkirche.

Gemarkung, Einwohnerzahl, Freizeit

Die 1.032 ha große Gemarkung Elbenrod liegt in der Buntsandsteinlandschaft des Hessischen Berglandes zwischen Ausläufern des Vogelsberges und des Knüllgebirges. Die Einwohnerzahl der 280 m ü.d.M Gemeinde schwankt heute zwischen 390 und 420 Personen. Obwohl das Dorf als recht klein anzusehen ist, besteht hier eine rege Vereinstätigkeit. So gibt es einen Schützenverein, einen Männergesangverein, einen Sportverein, einen Ev. Singkreis, einen Ev. Posaunenchor, die Freiwillige Feuerwehr, einen Jugendclub und einen Förder- und Kulturverein. Erwähnenswert ist auch die gute Zusammenarbeit der Vereine unter- einander, sowie mit der Ev. Kirchengemeinde, die nach dem Motto „Kirche im Dorf“- „Dorf in der Kirche“ ihre Aufgaben erfüllt. Das dörfliche Miteinander wird durch soziale, nachbarschaftliche Hilfsangebote erleichtert. So hat sich erst kürzlich durch die Initiative des Ortsbeirates, eine Gruppe von Helferinnen gebildet, die im Trauerfall die Organisation und Durchführung der „Trauerfeier“ übernimmt.

Historischer Grenzverlauf

Diverse Grenzsteine aus der Zeit um 1850, die in Richtung Westen (Hattendorf), Norden (Ottrau) und Osten (Berfa) zu finden sind, lassen noch heute den ehemaligen Grenzverlauf zwischen dem Königreich Preussen (KP) = Kassel und dem Großherzogtum Hessen (GH) =Darmstadt erahnen, der bis zur Gebietsreform in 1972 auch als Kreisgrenze, Regierungspräsidiumsgrenze und Kirchengrenze galt. Nach der Gebietsreform wurden die Gemeinden Hattendorf und Berfa aus dem Schwalm-Ederkreis in den Vogelsbergkreis übernommen und sind ebenfalls Stadtteil von Alsfeld. Die kirchlichen Grenzen zwischen der Landeskirche von Hessen Nassau und der von Waldeck-Frankenberg haben aber noch heute Bestand. Somit ist Elbenrod noch immer ein „Außenposten“ von Darmstadt.
Im Dorfsmund werden die Abkürzungen GH auch als „großer Hunger“ und „KP“ mit „kleine Portionen“ schelmisch übersetzt. Die Gemarkung von Elbenrod ragte einst ähnlich wie die des „kleinen Dörfchens in Gallien“ mit drei Seiten in „Feindesland“ hinein. Der Elbenröder Jugendclub nennt sich, natürlich rein zufällig, „Die Gallier“.

Name und Deutungen

Der ehemalige Dorfname „Elbenrot“ deutet daraufhin, dass das Land des heutigen Elbenrod durch Rodungen urbar gemacht wurde. Romantiker unter den Einheimischen geben dem Namens-Teil „Elben“ die Bedeutung, dass hier einst Elfen und Feen im Morgentau an den Flussufern tanzten und ihr Unwesen trieben. 

Arbeit und Berufe

Vom dem einstigen Bauerndorf Elbenrod ist nicht viel übrig geblieben. So gibt es heute nur noch eine Familie, die ihren Lebensunterhalt durch die Landwirtschft erwirtschaftet.
Die Elbenröder Erwerbstätigen pendeln überwiegend in die nahe Kernstadt nach Alsfeld. Aber auch durch die gute Autobahnanbindung gibt es vereinzelte Berufstätige die weite Wege auf sich nehmen. Dienstleister und Handwerker aus dem Bau,-Elektro- u. Gebäudetechnikbereich, sowie aus dem Maler – u. Lackierer Handwerk haben sich eine Existenz aufgebaut, sogar im IT-Bereich gibt es Selbständige.

Dorferneuerung

In den Jahren 1994 -2003 wurden in Elbenrod durch das „Hessische Dorferneuerungsprogramm“ viele private und öffentliche Initiativen zur Verbesserung des dörflichen Lebens durchgeführt.
Durch die Umwidmung der zentral gelegenen ehemaligen Dorfschule und durch die Erweiterung des Sportheims zu Kommunikatios - u. Übungs -räumen für die Bevölkerung, die Vereine und die Jugend, konnte die weg brechende dörfliche Infrastruktur nicht nur aufgehalten werden, sondern bekam auch neue Impulse. Die für dörfliche Tradition stehenden Backhäuser im Oberdorf und im Unterdorf, der Dorfmittel-punkt mit Schule und Kirche, sowie der Kinderspielplatz und der Friedhof wurden mit viel Eigenleistung renoviert. Das Dorferneuerungsprogramm hat in seiner 10-jährigen Dauer viel Kraft gekostet aber auch vieles möglich gemacht und war somit eine Hilfe zur Selbsthilfe zum Weiterbestehen des dörflichen Strukturraums auf einem hohen Niveau.
Gerade für junge mobile Familien mit Sinn für ein behütetes, beschauliches Familienleben in gesunder Natur und schöner Umgebung bietet Elbenrod viel. Aber auch aufgeschlossene Menschen im höheren Lebensalter können sich leicht in die bestehenden Strukturen einklinken und ihre Lebensideale verwirklichen.

Aktuell

Durch notwendige umweltpolitische Beschlüsse des “Kyoto-Abkommens“ und durch die derzeitig bekannten Risiken der atomaren Stromerzeugung angeheizt und bestätigt, wurden gerade im Vogelsbergkreis schon seit Jahren sehr viele Windenergieanlagen gebaut.
Seit einiger Zeit versuchen nun auch Investoren auf dem Höhenrücken zwischen Eudorf und Elbenrod einen Windpark zu installieren, der allerdings nicht mit Anlagen in der bisher üblichen Nabenhöhe von ca. 90 m gebaut werden soll, sondern mit Monstern in einer Höhe von bis zu 200m. Dies hat viele Elbenröder, die grundsätzlich nicht gegen die Windenergie sind, erbost. Sie stemmen sich gegen die Mammutbauwerke der Neuzeit. Aus einer Bürgerinitiative heraus wurde der „Verein Schöner Ausblick“ gegründet, der sich zum Wohl der Bürger mit dem Slogan: zu nah, zu hoch, zu viele…gegen diese neue Art der Umweltbelastung : richtet.

(aus dem Bildband Alsfeld-Elbenrod Band 9 der Sammlung „Alsfeld und seine Stadtteile ISBN 3- 9804434-2-6, sowie eigene aktuelle Ergänzungen.)

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